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| Foto: jpl |
Freitag, 8. April 2011
Feilschen auf Taobao
Donnerstag, 7. April 2011
QQ: Soziale Medien in China
| QQ Logo (es ist älter als das Google Chrome Logo) |
Durch den abrupten Start in die Neuzeit wurden die Chinesen direkt in die digitale Welt katapultiert und haben die analoge Welt davor weitgehend ausgelassen. Seit jeher messen Chinesen der Erziehung und der Wissensvermittlung einen sehr hohen Wert zu. Daher steht in den meisten Kinderzimmern auch ein PC – auch in der breiten unteren Mittelschicht. Ein zweiter Faktor für die Popularität von sozialen Medien ist die Folge der 1-Kind-Politik. Diese gilt seit 1978 (auch wenn sie kürzlich aufgeweicht wurde). Die 1-Kind-Politik wurde mit harten Maßnahmen durchgesetzt. So hat beispielsweise eine chinesische Familie nur Anrecht auf einen (1) Schulplatz. In der Folge ist in den letzten 30 Jahren eine ganze Generation von hunderten von Millionen Menschen aufgewachsen, die vor allem eins nie hatten und nie haben werden: Geschwister. Ein weiteres Element ist das Wunder der chinesischen Schriftzeichen. In ganz China gibt es mehr als 40 verschiedene Sprachen und manchmal können sich die Menschen von Dorf zu Dorf schon nicht mehr unterhalten. Aber – einmalig auf der Welt – alle Sprachen in China verwenden die gleichen Schriftzeichen, nur die Aussprache ist komplett verschieden. In Konsequenz ist ein textbasiertes soziales Medium eine fantastische Gelegenheit um Chinas Einheit und nationale Identität zu fördern. Der Marktführer in China heißt QQ, eine Internet-Plattform vom Anbieter Tencent. Im Herbst 2010 hatte QQ über 630 Millionen Teilnehmer, wovon in Spitzenzeiten jeweils über 100.000.000 (!) gleichzeitig Online sind und sich per IM austauschen. Viele junge Chinesen nutzen QQ während der Arbeitszeit, um sich unabhängig vom geregelten Unternehmens-eMail-Netz mit Kollegen und Bekannten auszutauschen. Das Wesen von QQ ist die Echtzeitkommunikation und nicht das ‚posten‘ und ‚sharen‘ wie auf Facebook. Auch Facebook ist in China gesperrt. Es ist anzunehmen, dass es der kommunistischen Regierung wesentlich leichter fällt, Zensur auszuüben, wenn diese „nur“ für Seiten mit ausschließlich chinesischen Schriftzeichen durchgeführt werden muss. QQ bietet 7 verschiedene Typen von Mitgliedschaften. Ähnlich wie die chinesischen Taxis werden diese nach Farben gestaffelt angeboten und zu unterschiedlichen Konditionen vermarktet.
Montag, 4. April 2011
YouTube in China?
YouTube gibt es nicht in China.
Dafür gibt es die beiden Videoportale:
Dafür gibt es die beiden Videoportale:
- Youku.com
- Tudou.com
IM in China
Als mobile Kommunikationsform führt in China das Instant Messaging (IM). Bei uns ist das nicht so weit verbreitet. Es gewinnt jetzt an Boden, weil viele Leute die IM-Funktion in Facebook verwenden, während sie lesen oder Daten hochladen. Ähnlich bei Sykpe. Dort kann man auch nebenbei skypen und mit einem anderen Skype-Anwender IM’en. Anders in China: hier führt IM mit einem Nutzungsgrad von sage und schreibe 87% die Kommunikationsformen an. Zum Vergleich nutzen nur 53% der Chinesen eMail. Eigentlich ist das logisch, denn die menschliche Kommunikation ist flüchtig. Wofür soll man ein flüchtiges Gespräch von gestern aufheben?
Im Vergleich China – USA:
Interessant auch die Zahlen zur Nutzung von Suchmaschinen. In den USA beginnt die Reise durchs Internet am ehesten mit einer Suchmaschine (das dürfte auch für Deutschland gelten). (Datenquelle: BCG). In China beginnt der Klickweg häufig mit einer IM-Nachricht – weil dort z.B. jemand Jemanden eine bestimmte Seite empfohlen hat. In den USA führt die Selbstbedienungsmentalität – in China basiert das Geschäft auf Empfehlungen aus sozialen Netzwerken. Wohl dem in China, der eine Strategie hat, im Internet soziale Netzwerke aufzubauen und produktiv einzusetzen.
Im Vergleich China – USA:
| IM | Suchmaschine | ||
| China | 87% | 53% | 69% |
| USA | 23% | 88% | 89% |
Interessant auch die Zahlen zur Nutzung von Suchmaschinen. In den USA beginnt die Reise durchs Internet am ehesten mit einer Suchmaschine (das dürfte auch für Deutschland gelten). (Datenquelle: BCG). In China beginnt der Klickweg häufig mit einer IM-Nachricht – weil dort z.B. jemand Jemanden eine bestimmte Seite empfohlen hat. In den USA führt die Selbstbedienungsmentalität – in China basiert das Geschäft auf Empfehlungen aus sozialen Netzwerken. Wohl dem in China, der eine Strategie hat, im Internet soziale Netzwerke aufzubauen und produktiv einzusetzen.
Sonntag, 3. April 2011
China und das Internet
Von 1.3 Milliarden Chinesen waren nach einer Studie der BCG im Jahr 2009 bereits 384 Millionen Online. Das nsind mehr Menschen im Internet als die Nutzer in den USA und Japan zusammen. Für 2015 wird erwartet, daß 650 Millionen Chinesen die Möglichkeit haben, Online zu gehen.
Wenn sie dann erstmal den Zugang ins Internet haben, dann nutzen sie diesen Rege. In der Gesamtbetrachtung ist jeder Chinese mit Zugang am Tag 2,7 Stunden mit Internet-Aktivitäten beschäftigt. Das ist eine halbe Stunde mehr als der durchschnittliche Amerikaner. Bei der Altersgruppe unter 35 steigt die tägliche Nutzungszeit des Internets auf 4 Stunden.
Auch die Nutzungsprofile unterscheiden sich deutlich zur USA und Europa. Die technisch basierte Kommunikation steht im Vordergrund:
Wenn sie dann erstmal den Zugang ins Internet haben, dann nutzen sie diesen Rege. In der Gesamtbetrachtung ist jeder Chinese mit Zugang am Tag 2,7 Stunden mit Internet-Aktivitäten beschäftigt. Das ist eine halbe Stunde mehr als der durchschnittliche Amerikaner. Bei der Altersgruppe unter 35 steigt die tägliche Nutzungszeit des Internets auf 4 Stunden.
Auch die Nutzungsprofile unterscheiden sich deutlich zur USA und Europa. Die technisch basierte Kommunikation steht im Vordergrund:
- 80% nutzen Instant Messaging
- 75% nutzen Online Videos
- 50% spielen Online Spiele
- Bereits 2009 nutzten 130 Millionen oder ein Drittel regelmäßig soziale Medien (allerdings andere Plattformen als im Westen)
- Tecent
- Baidu
- Alibaba
- Ctrip
- Sina
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