Hyper Smash Kommunikation 21: Apple
Posts mit dem Label Apple werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Apple werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 10. Januar 2013

Tablets und Toaster

Im Frühjahr 2010 kam das ipad auf den Markt und führte zu einem weltweiten Ansturm auf die Geschäfte. Dabei hatte LG einen ersten Prototypen bereits im Jahr 2001 auf der Cebit vorgestellt. Abgerundete Ecken, Bedienung mit dem Stift, Verzicht auf Tastatur, Gehäuse in weiß - so einige Elemente der damaligen Produktdemo kommt einem recht bekannt vor. Es dauerte eben nur noch 9 Jahre, bis die verschiedenen Technologiekomponenten so weit entwickelt waren, dass diese nahtlos integriert werden konnten.


Tablet 2001 (c) gizmodo.com.au

Ob Tablet oder Toaster, der zeitliche Ablauf ist frappierend ähnlich. Der erste elektrische Toaster wurde 1893 von Crompton & Company in Großbritannien angeboten. Die ersten Modelle waren aber alles andere als arbeitsfähig. Der Anwender musste jede Seite einzeln toasten und nicht wenige Zimmerbrände wurden durch die unausgereifte Technik ausgelöst. Der erste wirtschaftlich erfolgreiche Toaster kam dann unter der Modellbezeichnung D12 im Jahr 1909 auf den US.Markt und wurde von GE gebaut. Die 16 Jahre zwischen der ersten Produktpräsentation und dem Markteintritt auf dem US-Massenmarkt verstrichen sicher nicht ungenutzt - die Technologie war eben noch nicht so weit. Um 1909 waren Steckdosen in den USA noch so ungewöhnlich, dass das Stromkabel eines D12 in eine Lampenfassung eingeschraubt werden mußte. Aber dass das Ladekabel ab und an seine Bauform ändert, kennen wir ja auch von Apple.


Analoges Toasten vor 200 Jahren (copyright-free)

Freitag, 27. Juli 2012

Was verbindet Maria Montessori und Watson?


Quelle: Webbyawards.com
Die Renaissance der Verschriftung bedeutet eine gravierende Veränderung im Kommunikationsverhalten vieler. Es wird weniger telefoniert und deutlich mehr geposted, gechatted und geteilt. Gleichzeitig steigt das Verlangen nach Personalisierung während des Kontakts. Aus diesen Zutaten lassen sich klare Rezepte ableiten: 

Über eine personalisierte Präsenz in sozialen Netzwerken in Unternehmen können Nachrichten (Änderungswünsche, interne Aufträge, Nachfragen) in Schriftform erfasst werden. Großunternehmen können hier ihre Skalenvorteile klar ausspielen. Über eine automatisierte Erfassung von Schlagwörtern können Texte ausgewertet und  vorqualifiziert, in Ticketsystem eingespeist und einzelnen Mitarbeitern nach deren Fähigkeiten zugestellt werden. Das führt zu einer Entlastung in der Telefonie und zu einer besseren Verteilung der Arbeitsmengen über Teams und Betriebszeiten.

In einem weiteren Schritt können Probleme, die in solchen verschrifteten Dialogen erfolgreich gelöst wurden, in geeigneter Form  in Wissensdatenbanken oder FAQ-Sammlungen gesammelt werden. Die Verkopplung solcher Wissensfundorte mit Intranet-Portalen und optimierten Suchfunktionen kann genutzt werden, um Anwendern im Unternehmen – frei nach Maria Motessori - „Hilfe zur Selbsthilfe“ anzubieten. Je mehr Wissen in internen Plattformen qualifiziert gesammelt wird, desto mehr kann man auch wieder herausholen.

Etwas weiter weg, aber im technologischen Sinne bereits gelöst, ist das automatische Auslesen des gesammelten Wissens durch Computer. In der US-Quizshow Jeopardy schlug im März 2011 erstmals ein IBM-Computer namens Watson die menschlichen Mitspieler, da er auf alle Fragen schneller die Antworten fand. Das automatische Antworten auf komplexe menschliche Fragen per nahezu natürlicher Stimme wird einen signifikanten Einfluss auf die volkswirtschaftliche Entwicklung nach dem Jahr 2020 haben und Berufsgruppen berühren, die heute noch sakrosankt erscheinen.

Auch Lösungen wie SIRI von Apple werden die Interaktion von Anwendern in Unternehmen mit Informationen in Unternehmen völlig verändern. Statt Begriffe in Suchfelder tippen, kann man auch natürliche Sprache verwenden, wenn die Siri-ähnliche Anwendung mit Datenbanken des Wissensmanagement verknüpft ist. Das Video hier zeigt eine Demo, wie man Siri verwenden kann, um Informationen aus einem SAP-System zu holen.