Hyper Smash Kommunikation 21

Samstag, 16. Juni 2018

Ballett mit Roboter (Futurologischer Kongress)

Der Futurologische Kongress in Ingolstadt ist eine mutige und ungewöhnliche Vermischung von Kunst und Wissenschaft. Ort des Geschehens ist der Campus der THI und Veranstalter ist das Stadttheater. In sehr entspannter Atmosphäre zeigen Künstler und Studenten ihre Visionen unserer digitalen Zukunft.


Hier eine Choreographie aus Ballett und Roboter.

Freitag, 15. Juni 2018

Blockchain im Flüchtlings-Camp

Unser BAMF ist Mangelwirtschaft im Reinkultur. Laut Medienberichten fehlen tausende von Lesegeräten, um die Fingerabdrücke von Flüchtlingen in Deutschland überprüfen zu können. Daher ist dem Sozialbetrug die Tür geöffnet.

Man versucht, mit analogen Verfahren von gestern (Pass, Fingerabdruck) die Probleme von heute zu lösen, die aber völlig andere Größenordnungen erreicht haben.

Das UNHCR (das Flüchtlingshilfswerk der UN) setzt zur Lösung der gleichen Aufgabenstellung in Jordanien auf neue, smarte Technologie. Während viele Flüchtlinge keinen Pass mitführen, so haben doch so gut wie alle ein Smartphone. Zusammen mit der Blockchain hat die UNHCR einige smarte Technologien zu einem robusten, skalierenden und vollständigen Prozess zusammengefügt. Die Verwaltung der großen Flüchtlings-Camps in Jordanien läuft mittlerweile komplett auf der Blockchain. Link.


So, wie man das in einem einzelnen Camp betreibt, kann diese Lösung auch grenzüberschreitend eingesetzt werden und die Identifikation und Verwaltung von einer sehr hohen Zahl von Flüchtlingen effektiv und effizient ermöglichen. Geht digital, wenn man nur will.

Donnerstag, 7. Juni 2018

Nachlese Webinar Blockchain

Vielen Dank für Eure rege Beteiligung am Blockchain Webinar gestern. Die Atmosphäre war wie bei einem Kamingespräch, sehr entspannt aber, dennoch "auf den Punkt" und inhaltsreich. Vielen Dank an Oliver Block und seine ApiOmaten aus Leipzig für diese Initiative und vielen Dank an Dr. Lutz Kohl, unserem Host, bzw. Gastgeber. Das nächste spannende Webinar folgt bestimmt. Nun werde ich Eure vielen Fragen lesen, die ihr während des Webinars auf dem Chat-Channel gestellt habt. Ein Teil wurde von den technischen Experten bereits im Chat beantwortet. Die anderen beantworte ich entweder direkt oder über geeignete Channels (z.B. dieses Blog) für alle. Herzliche Grüße, Jens-Peter Labus


Montag, 28. Mai 2018

Sind Blockchains nachhaltig?

Blockchains haben ein paar Vor- und Nachteile im Vergleich zu bisherigen Technologien. Die klassische Unterscheidung zwischen Applikation und Datenbank entfällt. Die Blockchains sind beides und zudem sind die Daten als "Distributed Ledger Technology (DLT)" auf viele tausende Maschinen verteilt.

Der Vorteil ist die gegenseitige Verifizierung die damit verbundene Fälschungssicherheit der Dateneinträge - unter anderem.

Der Nachteil ist die Datenverteilung. Ein herkömmlicher ETL-Prozess wird nicht funktionieren. Will man Daten herausziehen und in veränderter Form an ein Zielsystem schicken, wird man die Daten in einer Zwischendatenbank sammeln müssen. Die Latenzzeiten werden nicht zusammenpassen. Moderne Datenbanken sind superschnell und eignen sich für stark skalierende Geschäftsprozesse. Die Blockchain ist im Vergleich dazu eine lahme Schnecke.

Blockchains sind demnach kein Ersatz für ein herkömmliches ERP, aber lassen sich zur Realisierung ganz neuartiger Use-Cases einsetzen. Dazu später mehr. Da es sich nicht um eine substituierende Technologie handelt, mit der man Skalen- oder Kosteneffekte erzielen könnte, finden sich echte Blockchain-Implementationen heute in gerade einmal 1% aller Unternehmen. Sagt Gartner.

Zudem verbrauchen heutige Blockchain extrem viel elektrische Energie. Das erklärt wohl, warum die heutigen Use-Cases so sehr auf die Schöpfung von Werten, sprich Bitcoins, ausgelegt sind. Aktuell verbrauchen alle bekannten Bitcoins auf Blockchain zusammen soviel elektrische Energie wie die gesamte Tschechische Republik. Die Tendenz ist stark steigend. Auch das erklärt, warum sich im heutigen Zustand der Technologie und der Umgebungsvariablen wie dem Strompreis Blockchain-Projekte entweder gar nicht oder nur an bestimmten Lokationen rechnen lassen.


Über diese und weitere Themen sprechen wir auf unserem Webinar am 6. Juni. Kommen Sie gerne digital vorbei!

Samstag, 26. Mai 2018

Können Blockchains sich vertrauen?

Ist "die" Bitcoin nun ein nachhaltiges Investment oder ist das alles nur ein gigantischer Schwindel, an dem sich vor allem die Initiatoren bereichern? Wie sieht es aus mit den anderen Crypto-Währungen? Laut Wiki gibt es davon aktuell 1.700.  Da jeder selbst eine Crypto-Währung digital erschaffen kann und die Wertschöpfungsmöglichkeiten so gigantisch sind, wird die Anzahl weiter zunehmen. Exponentiell? Wird eines Tages jeder Mensch seine eigene Crypto-Währung auf seinem Smartphone emittieren, wie es Mr. Bitcoin prognostiziert?

Wenn es nun bei den Cryptos so chaotisch zugeht, wie soll das dann erst werden, wenn Unternehmen und Institutionen anfangen, ihre Prozesse auf Blockchains laufen zu lassen. Eigenständig, also proprietär, wird die Ausnahme sein. Der globale Prozess fängt dann an spannend zu werden, wenn Blockchains vielfältig miteinander gekoppelt werden. Wie soll das ohne Regulierung funktionieren?

"Früher" brauchten wie Standardisierungsgremien, die in langwierigen globalen Verhandlungen beispielsweise die EDI-Nachrichtenarten normiert haben. Aber heute? Könnte es noch eine globale Institution geben, die das allgemeine Vertrauen im Markt herstellt?

Eine Möglichkeit sind Konsens-Algorithmen, die über verschieden Unternehmen verteilt gesteuert werden, ohne dass ein Einzelner die Deutungshoheit einnehmen kann. Aber so etwas könnte man unterlaufen, in dem es Absprachen zwischen betrügerischen Blockchains gibt, die Vertrauen vorgaukeln, wo es keines gibt. Solche Konsens-Algorithmen im übergreifenden Blockchain-Management könnten dann von staatlichen Firmen oder Institutionen betrieben werden können. So sieht das zumindest die Swiss Blockchain AG.

So wie Vertrauen zwischen Menschen die Grundlage für die Stabilität unserer Zivilisation bildet, so wird automatisiertes und autonom gebildetes Vertrauen zwischen Blockchains für die Stabilität der sich abzeichnenden global integrierten Prozessketten eine unabdingbare Erfolgsvoraussetzung sein.

Auch darüber sprechen wir auf unserem Webinar am 6. Juni. Ihr seid herzlich eingeladen!