Hyper Smash Kommunikation 21: IT Security
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Donnerstag, 25. Mai 2017

Fake-Daten in politischen Hacks

Kurz vor seiner Wahl zum neuen französischen Präsidenten wurde das Wahlkampfteam von Emmanuel Macron gehackt. Ein Pseudonym mit den Namen EMLEAKS postete 9GB Daten auf Pastebin, darunter sehr viele eMails aus einer Vielzahl von Accounts.

Soweit ist die Story ähnlich wie bei dem Hack auf die eMails von Hillary Clinton, der den Ausgang der letzten Wahl in den USA stark beeinflusste. Die Medien kamen Wochen und Monate nicht aus der Puste, um über diesen Fall zu berichten.

Doch bei Emmanuelle Macron passierte das nicht, denn sofort nach Bekanntwerden meldete das Wahlkampfteam, dass die Hacker jede Menge Fake Daten untergemischt und veröffentlicht hätten. Und so warnte die staatliche Wahlkommission die Medien, Details zu den Daten zu veröffentlichen, da das Weiterverbreiten von Fake-Daten strafrechtliche Konsequenzen haben könnte.

Die politische Konkurrenz von Front National schloss vermeintlich messerscharf in einem Tweet, dass durch die Vermischung von echten und falschen Daten in den #macronleaks der investigative Journalismus vorsätzlich beerdigt worden sei.


Es sieht so aus, dass durch das vorherige Vermischen von echten mit falschen Daten die mächtige Waffe des „hack-to-publish“ stumpf geworden ist.

Sonntag, 14. Mai 2017

WannyCry verschlüsselt NHS

90% aller PCs beim NHS in UK liefen im Dezember 2016 noch auf XP - alleine in den Londoner Krankenhäusern waren das noch über 10.000 Maschinen.

So machten Hacker in der Nacht vom 12. auf den 13. Mai 2017 fette Beute, als sie den Virus namens WannaCry global ausspielten und die Festplatten von hunderttausenden PCs verschlüsselten, darunter auch die der NHS.

Hier ein Video über das Muster und die Dynamik der weltweiten Verbreitung von WannyCry.



Verschlüsselt wurden Maschinen mit Windows-Betriebssystemen. Infiziert wurden auch neuere Installation, aber mit Patchständen vor April 2017 oder ältere Versionen des Betriebssystems. Die XP-Maschinen sind schon seit 2014 nicht mehr im Support. Es ist schon verwunderlich, wie große Institutionen oder Unternehmen gewarnt, doch völlig unbesorgt, in eine solche Katastrophe stolpern und danach meinen, irgendwie wären andere an ihrer Misere schuld.

In den letzten Monaten sah ich XP noch im Einsatz bei weltweit großen Autovermietern oder Tankstellenketten.

Hier eine Überschlagsrechung: wären 200.000 PCs betroffen und würde für 10% das Entschlüsselungsentgelt von $300 bezahlt, hätten die Hacker jetzt $ 6 Mio. in der Tasche. Nicht schlecht für einen (1) Exploit. Davon gibt es tausende, die meisten in den Händen von von Geheimdiensten, Institutionen und Großunternehmen